Kursschwankungen des Euro

Der Euro konnte am Donnerstag einen Teil der Verluste vom Vortag wettmachen. Der US-Haushaltsstreit beeinflusst jedoch den Euro-US-Dollar-Kurs.

Der Euro unterliegt aktuell starken Kursschwankungen. Nachdem der Euro am Dienstag dank Spekulationen über eine Einigung im US-Haushaltsstreit erstmals seit Anfang Mai wieder über 1,32 US-Dollar gestiegen war, erlitt der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung am Mittwochabend Verluste. Grund dafür waren Medienberichte, denen zufolge die Verhandlungen zur Beilegung des Haushaltsstreits in Washington festgefahren seien. Am Donnerstag hingegen konnte der Euro einen Teil der Verlust vom Vorabend wettmachen. Während der Euro gegen Donnerstagmittag bei 1,3260 US-Dollar notierte, liegt der Kurs aktuell bei 1,3237 US-Dollar je Euro.

Händler erklärten die jüngsten Kursschwankungen des Euro stern.de gegenüber damit, dass die Hängepartie im US-Haushaltsstreit kurz vor den Weihnachtsfeiertagen das alles beherrschende Thema am Devisenmarkt sei.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwoch auf 1,3302 US-Dollar festgesetzt im Vergleich zu 1,3178 Dollar vom Dienstag.

Euro-Yen-Kurs im Aufwärtstrend

Der Euro-Yen-Kurs befindet sich aktuell in einer Aufwärtsbewegung. Abzuwarten gilt, wie der Kurs auf die am Wochenende anstehenden Wahlen in Japan reagieren wird.

Der Euro-Yen-Kurs befindet sich momentan in einem leichten Aufwärtstrend. Nach dem Tief Anfang Dezember von knapp über 106 Yen folgte eine leichte Erholung. Diese ließ den Kurs auf aktuell 109,8700 Yen ansteigen.

Experten zeigen sich jedoch wenig optimistisch. Dies zeigt der Tankan-Index, der von der Bank of Japan ermittelt wird und optimistische gegen pessimistische Stimmen hinsichtlich des Geschäftsvertrauen aufzeigt. Demnach sank der Index bei Großkonzernen der Industrie im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember von -3 stark auf -12. Dies war ein schlechteres Ergebnis als von Ökonomen erwartet.

Am Wochenende stehen in Japan zudem Wahlen an. Experten erwarten nach Berichten der Welt in der Online-Ausgabe, dass die Liberaldemokratische Partei von Shinzo Abe an die Macht kommt und die Führung bei der japanischen Notenbank umbilden wird, wenn Masaaki Shirakawa, der Notenbankgouverneur, im April abtritt.