Euro-Dollar-Kurs in Abwärtstrend

Der Euro-Dollar-Kurs befindet sich momentan in einem leichten Abwärtstrend. Es gilt abzuwarten, ob sich der Kurs in naher Zukunft stabilisieren kann.

Der Euro-Dollar-Kurs befindet sich aktuell in einer leichten Abwärtsbewegung. Der Kurs startete schwach in das Jahr, konnte sich dann jedoch stabilisieren und tendierte von März bis Anfang Mai bei 1,30 US-Dollar. Ab Anfang Mai setzte dann eine starke Abwärtsbewegung ein, die den Euro-Dollar-Kurs Ende Mai auf rund 1,24 Dollar fallen ließ. Im Folgenden setzte ein leichter Aufwärtstrend ein, so dass der Kurs bis Anfang Juli bei rund 1,25 Dollar tendierte. Mitte Juli fiel der Euro-Dollar-Kurs jedoch auf das Tief von 1,204 Dollar. Danach folgte eine Stabilisierung des Kurses, so dass der Wechselkurs innerhalb eines Aufwärtstrends auf 1,31 Dollar Mitte September anstieg. Danach setzte ein leichter Abwärtstrend ein, der den Kurs bei rund 1,30 Dollar tendieren ließ. Nachdem der Wechselkurs Mitte Oktober noch bei rund 1,31 Dollar lag, fällt er aktuell leicht und liegt bei 1,2943Dollar. Grund für den schwachen Euro sind nach Angaben von Experten die schwach erwarteten Aktienmärkte, wodurch die Risikobereitschaft der Anleger sinkt.

Euro unter Druck

Der Euro verlor den vierten Tag in Folge gegenüber dem US-Dollar. Der Grund dafür ist die große Unsicherheit der Anleger vor dem EU-Gipfeltreffen.

An den Devisenmärkten hat sich die risikofreundliche Tendenz zum Auftakt nicht halten können. Der Euro verlor den vierten Tag in Folge und sank um 0,3 Prozent auf 1,2429 Dollar. Dies liegt vor allem an dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfels. Anleger sind zunehmend verunsichert, da eine nur geringe Hoffnung auf einen Durchbruch während des Gipfeltreffens besteht. Die wichtigsten Aktienindizes geben deutlich nach und der Euro gerät unter Druck.
Während sich der Euro am Mittwoch bei der Marke von 1,25 US-Dollar halten konnte, fiel er am Donnerstag unter diese Grenze.
Am Mittwoch hatte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Staats- und Regierungschefs der EU aufgefordert, beim EU-Gipfel Entschlossenheit im Kampf gegen die Finanz- und Eurokrise zu zeigen. Hingegen wurde am Donnerstag Morgen bekannt, dass in Brüssel zwar über eine europäische Bankenaufsicht und auch die mögliche Rolle der EZB (Europäischen Zentralbank) diskutiert werden soll, aber nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen soll es keinen Beschluss geben. Deutschland sei der Überzeugung, dass man bei der Aufsicht der Banken einen Schritt weitergehen und zu einem europäischen System kommen müsse. Weiter heißt es, dass die Komplexität der Materie spreche dafür, dass auf dem Gipfel lediglich Aufträge erteilt würden, um Modelle zur Lösung einzelner Fragen vorzuschlagen. Nach Ansicht von David Woo von der Bank of America-Merrill Lynch könnte der Euro wegen der geringen Aussichten auf einen Durchbruch in den kommenden Wochen sogar auf 1,20 Dollar fallen.

Euro vor Fed-Sitzung fest

Mit Spannung werden die Ergebnisse der US-Notenbank Fed am Mittwochabend erwartet Der Euro tendiert vor der Fed-Sitzung gegenüber dem US-Dollar fest.

Der Euro kostet derzeit rund 1,2708 USD und ist damit im Vergleich zum Morgen nur leicht angestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2619 Dollar festgesetzt.
Die Gemeinschaftswährung kann von der leicht angespannten Lage an den Anleihemärkten Spaniens und Italiens profitieren. Für leichten Auftrieb des Euro führt zudem der Ausgang der Griechenland-Wahl und der sich abzeichnende Erfolg bei der Regierungsbildung durch eine Dreierkoalition. Positiv beeinflusst wurde der Euro-Kurs durch das Bekanntwerden des Protokolls der letzten Sitzung der britischen Notenbank, welches offen legte, dass die Bank of England Anfang Juni fast ihr Anleiheprogramm aufgestockt hätte. Die Entscheidung gegen diesen Schritt fiel knapp aus mit fünf zu vier Stimmen.
Am Mittwochabend werden des Weiteren gespannt die getroffenen Entscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve (kurz: Fed) bekannt gegeben. Es gilt allgemein angenommen, dass die Fed ihre „Operation Twist“, die Ende Juni ausläuft, verlängert und eventuell modifizieren wird. Somit wäre es der Fed möglich, ihr Anleiheportfolio stärker in Richtung von langlaufenden Staatsanleihen auszurichten. Diese Maßnahme könnte stimulierend für die Konjunktur wirken, indem es die Renditen am langen Laufzeitende voraussichtlich weiter drücken würde.