Euro-Yen-Kurs im Aufwärtstrend

Der Euro-Yen-Kurs befindet sich aktuell in einer Aufwärtsbewegung. Abzuwarten gilt, wie der Kurs auf die am Wochenende anstehenden Wahlen in Japan reagieren wird.

Der Euro-Yen-Kurs befindet sich momentan in einem leichten Aufwärtstrend. Nach dem Tief Anfang Dezember von knapp über 106 Yen folgte eine leichte Erholung. Diese ließ den Kurs auf aktuell 109,8700 Yen ansteigen.

Experten zeigen sich jedoch wenig optimistisch. Dies zeigt der Tankan-Index, der von der Bank of Japan ermittelt wird und optimistische gegen pessimistische Stimmen hinsichtlich des Geschäftsvertrauen aufzeigt. Demnach sank der Index bei Großkonzernen der Industrie im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember von -3 stark auf -12. Dies war ein schlechteres Ergebnis als von Ökonomen erwartet.

Am Wochenende stehen in Japan zudem Wahlen an. Experten erwarten nach Berichten der Welt in der Online-Ausgabe, dass die Liberaldemokratische Partei von Shinzo Abe an die Macht kommt und die Führung bei der japanischen Notenbank umbilden wird, wenn Masaaki Shirakawa, der Notenbankgouverneur, im April abtritt.

EZB prüft Anleihenkaufprogramm

Das umstrittene Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank wird derzeit intern von Juristen geprüft. Sowohl bei der EZB als auch bei der Bundesbank gäbe es bezüglich des angekündigten Programms, welches im Notfall den unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen vorsieht, Zweifel. Die Notenbanken wollten sich für die Eventualität einer Klärung der Rechtslage vor dem Europäischen Gerichtshof juristisch wappnen, schrieb die „Bild“-Zeitung.

Hatte EZB-Präsident Mario Draghi noch versichert, dass man sich Mandats-konform verhalte, äußerte sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kritischer und lehnte das Programm ab, da diese Vorgehensweise zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse läge.
Weiterhin äußerte er Bedenken, die Geldpolitik könne damit ins Schlepptau der Fiskalpolitik geraten. Unterstützung erhielt Weidmann von dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).
BDI-Präsident Hans-Peter Keil warnte vor einem zu schnellen Zurückgreifen auf Anleihekäufe durch die EZB und appellierte erst einmal die Wirkung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) abzuwarten.

Euro vor Fed-Sitzung fest

Mit Spannung werden die Ergebnisse der US-Notenbank Fed am Mittwochabend erwartet Der Euro tendiert vor der Fed-Sitzung gegenüber dem US-Dollar fest.

Der Euro kostet derzeit rund 1,2708 USD und ist damit im Vergleich zum Morgen nur leicht angestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2619 Dollar festgesetzt.
Die Gemeinschaftswährung kann von der leicht angespannten Lage an den Anleihemärkten Spaniens und Italiens profitieren. Für leichten Auftrieb des Euro führt zudem der Ausgang der Griechenland-Wahl und der sich abzeichnende Erfolg bei der Regierungsbildung durch eine Dreierkoalition. Positiv beeinflusst wurde der Euro-Kurs durch das Bekanntwerden des Protokolls der letzten Sitzung der britischen Notenbank, welches offen legte, dass die Bank of England Anfang Juni fast ihr Anleiheprogramm aufgestockt hätte. Die Entscheidung gegen diesen Schritt fiel knapp aus mit fünf zu vier Stimmen.
Am Mittwochabend werden des Weiteren gespannt die getroffenen Entscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve (kurz: Fed) bekannt gegeben. Es gilt allgemein angenommen, dass die Fed ihre „Operation Twist“, die Ende Juni ausläuft, verlängert und eventuell modifizieren wird. Somit wäre es der Fed möglich, ihr Anleiheportfolio stärker in Richtung von langlaufenden Staatsanleihen auszurichten. Diese Maßnahme könnte stimulierend für die Konjunktur wirken, indem es die Renditen am langen Laufzeitende voraussichtlich weiter drücken würde.